Du bist nicht deine Vergangenheit!

Du bist nicht deine Vergangenheit!

Die meisten Menschen würden bei diesem Satz wohl meinen: „Der spinnt ja! – Ich habe dies und das erlebt, und natürlich gehört das zu mir.“

Die allermeisten Menschen identifizieren sich mit ihrer Vergangenheit, mit dem, was sie erlebt haben, mit ihren Bekanntschaften, Freunden, natürlich Familie…
… mit Krankheiten, Dramen, Verletzungen, schönen Erlebnissen… aber meistens doch eher die weniger schönen. Aber auch mit ihrer Arbeit, dem Sportverein, Erfolgen oder Misserfolgen u.v.m. Das alles sind Erlebnisse, ja, soweit richtig. Aber ist es das, was dich ausmacht? Nur, wenn du daran glaubst, dass es so ist.

Alles, was du erlebst hast, ist bereits Vergangenheit. Du wirst niemals auf die Idee kommen, über etwas nachzudenken, was gerade erst passiert. Du machst Erfahrungen. Erst danach setzt der Verstand ein und versucht, das gerade stattgefundene Ereignis zu interpretieren und zu bewerten. Aber dann ist es bereits Vergangenheit.
Dein Verstand beschäftigt sich also hauptsächlich mit der Vergangenheit. Und dabei hauptsächlich mit den erlebten Dramen. Oder mit der Zukunft, und dort hauptsächlich mit den Ängsten, dass etwas eintreten könnte, was bereits einmal erlebt wurde. Wahlweise auch Dinge, die vielleicht eintreten könnten, was du aber nicht weißt.

Und tatsächlich treten Erlebnisse mehrfach auf (auch in Variationen), wenn man sich damit identifiziert. Wenn man glaubt, dass das Erlebte zum eigenen Leben gehört. Die Identifizierung mit etwas ist wie ein Klebstoff, der nicht mehr abgehen will. Das Erlebte klebt lang und länger am persönlichen Leben und will einfach nicht weichen.

Was wäre aber, wenn ein Erlebnis, selbst wenn es ein Drama gewesen ist, einfach nur eine Erfahrung SEIN DARF?

Dein Sein macht eine Erfahrung. Mehr nicht. Das hat den Vorteil, dass es in deinem Leben komplett anders erscheint. Du identifizierst dich nicht mehr damit. Und damit fehlt der Klebstoff, der an dir hängen bleibt.

Wenn du jetzt auf dein Leben schaust, wirst du unschwer etliche Erlebnisse feststellen, an denen du „hängst“, also klebst. Und zumindest mit einigen dieser Erlebnisse sind auch Ängste verbunden, ob dir das bewusst ist oder nicht.

Wäre es nicht wundervoll, einfach diese an dir klebenden Erlebnisse in Erfahrungen zu wandeln. Das sind sie letzlich sowieso, aber sie erscheinen in deinem Leben als das, was du bist – mit allen Auswirkungen. Wenn deine Erlebnisse einfach nur Erfahrungen sein dürfen, dann hören sie auf, an dir zu kleben. Aber das bedeutet auch: Du bist es nicht, es sind nur Erlebnisse, die zu Erfahrungen wurden. Du identifizierst dich nicht mehr damit! Du bist nicht mehr deine Vergangenheit! Du bist frei!

Mache dir ein kleines Ritual, vielleicht gedanklich an einem Feuer sitzend, in dem du deine Vergangenheit ganz pauschal „erscheinen“ läßt. Bitte deine Vergangenheit, dir zu „erscheinen“. Es ist durchaus möglich, dass dies eher eine sehr unangenehme Erfahrung ist, muss aber nicht so sein. Erlaube deiner Vergangenheit, sich dort, am Feuer sitzend, zu äußern. Egal, was es sein mag, erlaube es! Vielleicht wirst du dich schlecht fühlen, vielleicht empfindest du sogar so etwas wie „Angriffe“ – aber es ist deine Vergangenheit, die sich äußert, nichts anderes. Bleibe einfach still am Feuer sitzend, erlaube, was geschieht, und warte, bis alles beendet ist.

DANN: Erkläre, dass du alle Erfahrungen, die du jemals gemacht hast, von nun an als Erfahrungen betrachtet und bereit bist, diese anzunehmen.

Wahrscheinlich ist dies eine der größten Schritte, die du jemals in welcher Inkarnation auch immer getan hast. Das wird Auswirkungen haben, möglicherweise auch körperlicher Art. Typisch sind vermehrte Reinigungsvorgänge, wie Fieber, Durchfall, Kopfschmerzen, erhöhtes Schlafbedürfniss für eine längere Zeit, vermehrte Toilettengänge, etc. Kann alles auftreten, muss es aber nicht.


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